Stand der Dinge: Der seinerzeit erste von Ströder Classic realisierte Backdate-964er nimmt abermals Formen an.

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„In vier Wochen steht er wieder auf seinen feinen Fuchs-Rädern!“ Das ist das Versprechen, das Armin Ströder am Tag vor Allerheiligen formuliert hat. Der namensgebende Unternehmensgründer von AMS Racing und Ströder Classic hat den ersten Backdate-964er aus seiner Manufaktur in Montabaur noch einmal ganz neu aufgebaut, um sämtliche im Verlauf der zurückliegenden fünf oder sechs Jahre gewonnenen Erkenntnisse auch in sein Erstlingswerk einfließen zu lassen – und dabei geht es nicht allein um einen Farbwechsel. Der aktuelle Bericht über den Stand der Dinge.

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Als vor mehr als einem halben Jahrzehnt der erste Backdate-964er von AMS Racing/Ströder Classic in Montabaur entstand, befand sich so manche Detaillösung in einer experimentellen Phase. Im Laufe der Zeit entstanden weitere Exemplare und mit ihnen immer neue Sonderteile aus eigener Fertigung. Die Beispiele dafür sind inzwischen zahlreich, angefangen mit dem weiter nach unten gezogenen Frontspoiler-Unterteil über die neuen Hauptscheinwerfer in LED-Klarglas-Technologie, immer wieder modifizierte Ansaug- und Abgasanlagen bis hin zur leichtgewichtigen Doppelkuppel-Dachhaut aus Karbon. Jörg blieben als gutem Freund des Hauses und Backdate-Klienten der ersten Stunde all diese Innovationen natürlich nicht verborgen. So fiel schließlich der Beschluss, das Erstlingswerk noch einmal von Grund auf neu aufzubauen, um sämtliche Erkenntnisse nachträglich einfließen zu lassen – und um einen Farbwechsel zu vollziehen. Nach Überlegungen in verschiedenste Richtungen setzte sich schließlich „Welsh-Grey“, ein klassischer Mini-Farbton aus den frühen 70er Jahren, durch.

Dem Zeitgeist entspricht auch das Innenraumkonzept, das ein Sattlerbetrieb aus Waldbröl in bewährter Weise binnen der nächsten vier Wochen umsetzt. Die Sichtkarbon-Profilschalensitze aus dem aktuellen 911 GT3 der Generation 992 entsprechen dem heutigen Kenntnisstand in Sachen Ergonomie, Komfort und Sicherheit. Der Mix aus Sitzmittelbahnen im zeitlosen „Pepita“-Look und dunkelbraunen Leder-Seitenwangen erzeugt einen besonderen Spannungsbogen, der dem 991 R entlehnt ist.

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Dazu farblich abgestimmtes Flechtleder schafft zusätzliche Glanzpunkte im Interieur. Der Blick zum Dachhimmel entspricht dem des „Sport Classic“ der Generation 997, der 2009 das Publikum begeisterte. Das war nicht zuletzt auf das innovative „Double Bubble-Roof“, ein Doppelkuppel-Dach, zurückzuführen. Armin Ströder bietet eine Interpretation als Karbon-Dachhaut seit dem Frühjahr 2023 an. Der Identitätsstiftung dienen gleichsam die beiden Hauptscheinwerfer in LED-Klarglas-Optik.

Der Vierliter-Saugmotor mit 340 PS entspricht zwar nicht ganz dem oberen Ende des technisch Machbaren, das Mezger-Aggregat stellt jedoch einen grundsoliden Kompromiss aus sportlicher Leistungsbereitschaft und Alltagstauglichkeit dar. Und erst die Fuchs-Felgen in 9J x 17 vorn sowie 11J x 17 hinten: Auf denen steht der Backdate-Pionier von AMS Racing/Ströder Classic in spätestens vier Wochen wieder, verspricht Armin Ströder. Und er fügt hinzu: „Das sind ganz feine Räder, genau passend für dieses Konzept.“ Rein mechanisch sind nicht mehr allzu viele Gewerke abzuarbeiten. „Wir haben das Pferd diesmal von hinten aufgezäumt“, berichtet der „Spiritus Rector“, der zunächst mit den Innereien begann, während die frisch lackierte Rohkarosserie noch auf dem Rollgestell fixiert war. So konnten einige Baugruppen parallel vorbereitet und Zeit eingespart werden. Diese Vorgehensweise soll in Kürze schon zu den ersten Fotoaufnahmen des zum zweiten Mal fertiggestellten Backdate-964ers made in Montabaur führen – rechtzeitig vor Weihnachten. Selbstverständlich werden wir Sie weiterhin über den Stand der Dinge auf dem Laufenden halten, versprochen!

Verantwortlich für den Inhalt: netzwerkeins GmbH, Carsten Krome

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